Willkommen bei der Ortsgruppe Feldafing

Der Bund Naturschutz in Feldafing, der Perle am See

Vorsitzender:
Gerhard Keßler, Aumillerstraße 7, 82340 Feldafing,
Telefon (08157) 900-823, E-Mail Gerhard.Kessler@t-online.de

Stellvertretender Vorsitzender:
Hermann Paulus, Im Harl 3, 82340 Feldafing,
Telefon (08157) 1665, E-Mail h_e.paulus@t-online.de

Kasse:
Rita Broda, Aumillerstraße 8, 82340 Feldafing,
Telefon (08157) 3322, E-Mail rita@go-broda.de

Beisitzer:
Dr. Sibylle König, Seewiesstraße 41, 82340 Feldafing,
Telefon (08157) 609779, E-Mail sibylle_koenig@yahoo.de

Eine zwanglose Zusammenkunft der Mitglieder der Ortsgruppe findet jeden zweiten Dienstag im Monat statt (außer August), und zwar im Gasthaus Poelt, Bahnhofstraße 41 in Feldafing um 20.00 Uhr. Gäste sind uns stets herzlich willkommen.

 

Unsere Arbeitsschwerpunkte sind die Pflege von Biotopen im Bereich der Gemarkung Feldafing, Mitarbeit in verschiedenen Leitbildgruppen zur AGENDA 21, Arbeiten zum Erhalt unserer markanten Naturschönheiten in der Gemeinde und Ferienbetreuung von Schülern.

 


Unsere Kindergruppe:

Die Fledermäuse erkunden die Natur in Feldafing

Am 18. Juli 2012 gründete Frau Dr. Sibylle König gemeinsam mit neun an der Natur interessierten Kindern und den Vorstandsmitgliedern der Ortsgruppe Feldafing die BN-Kindergruppe mit dem Namen »Feldafinger Fledermäuse«. Die meisten Kinder fanden schnell zu einer Gemeinschaft zusammen, da sie sich bereits aus dem Waldkindergarten kannten.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Sibylle König für ihr Engagement und ihre Initiative, sowie an Herrn Bürgermeister Bernhard Sontheim für die großzügige finanzielle Unterstützung der neuen Kindergruppe.

Die Fledermäuse treffen sich regelmäßig alle 14 Tage für rund zwei Stunden bei jedem Wetter. Nach dem Motto »Nur was man kennt, liebt man« streunen die Kinder im Grundschulalter durch Wald und Wiese, gehen spielerisch und experimentell diversen Naturphänomenen auf den Grund, vertiefen ihre Artenkenntnisse und entlocken den Tieren und Pflanzen das ein oder andere Geheimnis ihrer Lebensweise.

Die Gruppentreffen haben in der Regel ein vorbereitetes Thema, das frei oder in Ergänzung zum Grundschullehrplan gewählt sein kann und im Freien ohne Druck bearbeitet wird. So haben die Kinder verschiedene Wiesentypen auf ihre Artenvielfalt hin untersucht, Wiesenblumen bestimmt, oder das Vogelleben unter die Lupe genommen. Die Fledermäuse sind auch spontan, bearbeiten ganz aktuelle Fragestellungen und lassen sich auf Entdeckungen rechts und links vom Weg ein.

Für das laufende Schuljahr sind unter anderem Experimente zum Thema Herbst, ein Ausflug zu seltenen Haustierrassen, sowie eine Winterexkursion zu den Wasservögeln in der Feldafinger Bucht geplant. Bei schlechtem Wetter gibt es ein Ersatzprogramm.

Wer Lust hat, bei unseren Erkundungen der Natur mitzumachen, ist herzlich willkommen und meldet sich bitte per E-Mail bei Frau Dr. König (sibylle_koenig@yahoo.de).

Gerhard Keßler


Die Wildkatzen sind zurück auf leisen Pfoten

Wildkatze (Foto: Wikipedia-User Schorle)

Die Wildkatzen wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein aus falsch verstandenem Jagdeifer stark bejagt. Das traurige Ergebnis war, dass sie ab 1930 ausgerottet war. Rund 70 Jahre später beschlossen Naturschützer die Wildkatze in ihre bayerische Heimat zurückzuholen. Nach einem viertel Jahrhundert mit viel Arbeit konnte mit einer Auswilderung begonnen werden. Sie war erfolgreich. Auch Dank der Unterstützung bayerischer Förster konnte im Jahre 2009 das BN-Zucht- und Auswilderungsprojekt erfolgreich abgeschlossen werden. Aber aufgepaßt: Immer wieder kommt es vor, daß wohlmeinende Wanderer Wildkatzennachwuchs für ausgesetzte Hauskätzchen halten und mitnehmen. Doch auch wenn sie noch so süß sind: Wildkätzchen lassen sich nicht zähmen, sind streng geschützte Wildtiere und müssen mit viel Aufwand wieder ausgewildert werden. Also: Hände weg von kleinen Wildkatzen!

Mitarbeit beim bundesweiten Wildkatzenmonitoring

Mitte Februar 2015 wurden in Zusammenarbeit mit dem Förster im Bereich südlich von Andechs mehrere "Lockstöcke" im Wald eingeschlagen. Sie wurden aufgerauht, abgeflammt, um sie von fremder DNA zu reinigen und anschließen mit Baldrian besprüht. Der Geruch lockt die Katzen an und sie reiben sich am Stock, Fellhaare bleiben haften, die dann gesammelt und auf die DNA untersucht werden, ob es sich um Wildkatzen oder um verwilderte Hauskatzen handelt.

Nach zehnmaliger wöchentlicher Kontrolle der Lockstöcke waren aber leider nie Fellhaare an einem Lockstock zu fnden. Wir sind gespannt, ob an anderen Lockstöcken Fellhaare gefunden werden.

Arbeiten am Lockstock

Beschriften eines Lockstockes.
Sorgfalt ist beim Besprüchen des Lockstockes angebracht.
Trotz Schnee und kalten Händen muß gesprüht werden.

Ergebnis des Wildkatzenmonitorings

Am 6. Februar 2016 wurden alle Helfer, die im Rahmen des bundesweiten Wildkatzenmonitoring " Wildkatzensprung", sich beteiligt hatten als Dank für ihre Arbeit zu einer Festveranstaltung eingeladen.

Die Festveranstaltung fand in Freising in der Hochschule Weihenstephan statt. Ab 12 Uhr war im Foyer der Hochschule eine Ausstellung über die Aktion zu besichtigen und ein kleiner Imbiß sorgte für Wohlbefinden.

Um 13 Uhr eröffnete Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender BUND Naturschutz in Bayern, die Veranstaltung. Weitere Redner mit Grußworten waren die von den unterstützenden und beteiligten Institutionen anwesenden Damen und Herren:

Prof. Dr. Volker Zahner, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf,

Hubert Bittlmayer, Amtschef des StMELF und Markus Kölbl, Teilbereichsleiter Naturschutz, BaySF. sowie Theresa Eiglsperger, Oberste Jagdbehörde im StMELF.

Als Dank für die Unterstützung des BUND Naturschutzes wurden kleine Plüsch-Wildkatzen überreicht, die näherungsweise den auch zu sehenden ausgestopften echten Wildkatzen glichen.

Vorträge über den Beginn der Aktion bis zum jetzigen Zwischenstand zeigten wie mit Fleiß und Ausdauer eine Wiedereingliederung der ausgerotteten Wildkatze gelingen konnte. Dies wurde ganz besonders durch Dr. Kai Frobel, Artenschutzreferent BUND Naturschutz in Bayern, erklärt. Auch Sabine Jantschke, Leiterin vom BN Projektteam Wildkatze verdeutlichte dies.

Erfreulicherweise kann gesagt werden, daß das Auswildern der Wildkatzen seit 1984 einen vollen Erfolg verbuchen kann. Vor allem, weil bis zum Jahre 2009 der BUND Naturschutz 600 Wildkatzen im Spessart aussetze. Der Spessart und danach die Röhn und die Hassberge galten in den folgenden Jahren als sichere Vorkommen von Wildkatzen. In den Jahren 2013 und 2014 konnte dank BN-Aktiven, Förstern und Jägern und mittels 1100 Lockstöcken weitere Vorkommen im Steigerwald, Nürnberger Reichswald und im Jurabogen nachgewiesen werden.

Erste Nachweise südlich der Donau und im Raume Augsburg und im Unterallgäu waren der Anlaß ganz Südbayern auf seinen Bestand an Wildkatzen zu untersuchen.

Erneut wurden im Frühjahr 2015 wieder 1100 Lockstöcke von Freiwilligen aufgestellt. Leider gab es nur 16 Erfolgsmeldungen, aber sie bestätigen die kontinuierliche Ausbreitung der Wildkatze in den Süden von Bayern.

Ausblick: Im Winter 2016 und Frühjahr 2017 soll eine weitere Untersuchung mit Lockstöcken die Arbeit fortsetzen.

Bilder vom Erfolg über die Ausbreitung der Wildkatze.

Impressionen der Festveranstaltung

Alle Photos: Toni Mader

Photo: G. Keßler


Pflege von Biotopen

 

Die Arbeiten im Grübl wurden im November 2010 notwendig, da dieses Grundstück viele Jahre lang bezüglich der Entbuschung vernachlässigt wurde. Wilde Weinreben überdeckten bereits zahlreiche Bäume und Sträucher.

Junge Menschen aus einer sozialen Organisation halfen in vorbildlicher Weise den eingespielten BN-Mitgliedern aus Feldafing und Tutzing, weshalb wir an einem schönen Tag die nötigen Arbeiten fast komplett erledigen konnten.

Die folgenden Fotos illustrieren die Maßnahmen und das gute Zusammenspiel der aktiven Personen. Klicken Sie auf die kleinen Vorschaubilder, um eine größere Darstellung zu erhalten.


Ältere Arbeiten an Biotopen

Unser Sorgenkind war eine Buche am Rande von Feldafing, die durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Winterbuche

Hier finden Sie die Geschichte vom Schicksal dieser Buche.

Eine besondere Arbeit der Ortsgruppe, die im Jahre 1998 begann, sich jedoch um weitere Jahre verlängerte, war die Sanierung des Hocheweihers im Süden von Feldafing. Der aufgestaute Weiher, früher angelegt als Eisweiher, war undicht geworden. Auch war er im Uferbereich zugewachsen und damit war dieses Kleinod für Spaziergänger nicht zu erkennen. Mehr zu diesen Arbeiten können Sie hier abfragen.

Eine weitere Aufgabe der Ortsgruppe war der Versuch eine Waldlichtung im Bereich Seewies als Biotop zu erhalten. Die Waldlichtung ist ein Überbleibsel aus der Zeit der Waldweide. Da es diese nicht mehr gibt, droht diese sich in eine Waldwiese zu verwandeln oder sogar zu verwalden.  Die Arbeit besteht darin, die inzwischen sich angesiedelten Jungfichten wieder zu entfernen und das hohe Gras durch eine Mahd zurückzudrängen. Einen Eindruck über die Tätigkeit der Entbuschung dieser Waldlichtung können Sie hier erhalten. 

Zum Schuß noch ein Hinweis für alle Spaziergänger in Feldafing: Ein wunderbares lebendiges Naturdenkmal, ein besonderer Baum, befindet hier in Feldafing. Mehr erfahren sie hier.